06 | 24 - Im Wald

Heute habe ich mich am Nachmittag endlich mal wieder auf’s Rad gesetzt und habe eine Runde zur Motivsuche gedreht. Das war ganz nett und ich habe einige mir bekannte und auch unbekannte Orte abgefahren. Dabei bin ich auch an diesem Wald vorbeigekommen, der so nebenbei auch Spielplatz ist. Erst haben mich die Säulen des Waldes gefesselt, wie die Säulen einer Kathedrale, mit einem Schuß Märchenstimmung. Und plötzlich habe ich die Person durch den Sucher gesehen … Wahnsinn. Dann war mir sofort klar, dass das mein Tagesfoto sein würde. Und richtig, ein besseres habe ich auf der restlichen Fahrt nicht mehr gefunden.

06 | 23 - Schwingeangler

Heute Nachmittag wollte ich mal ein wenig Stimmung in den Schwingewiesen einfangen. Nicht da wo ich sonst immer bin, sondern an dem Teil der zwischen Bundesstraße und Bahn schön mit Baum bestandenen Ufern durch die Wiesen meandert. Das Wetter war so lala - trockenes Grau halt - immerhin. Schon auf dem Weg vom Parken hatte ich diesen typischen Geruch in der Nase und dann habe ich auch den Großtanker für Schweinemast-Nebenprodukte gesehen. Immerhin einer von der harmloseren Sorte, die die ihr „Nebenprodukt“ gleich in den Boden einbringen und es nicht Aroma fördernd frei verspritzen. Die Angler am Schwingebögelchen haben dann kurze Zeit später auch entsprechend gestählte Nerven gezeigt, denn sie haben sich - obwohl sie fast direkt unter dem Ausleger saßen - nicht vom Platz bewegt. Aber wahrscheinlich haben gerade die Fische gut gebissen. Wer weiß. Wer nun wissen möchte von welchem „Großtanker“ ich hier schreibe, möge im Beifang nachschauen …

06 | 20 - Rollenernte

Die Bauern dieser Gegend sind momentan mit großer Energie dabei, Heu zu machen. Also die Wiesen zu mähen und in die Scheunen zu fahren. Wen wundert’s - bei diesem Wetter. Gestern sind wir auf dem Weg zur A26 in Horneburg an diesem Feld vorbeigekommen auf dem noch viele der zu großen Rollen geformten Ernteerträge lagen. Ich habe mir ja keine großen Hoffnungen gemacht, dass die heute auch noch da liegen würden. Aber falsch gedacht - sie waren noch da. Und da schöne Wolken am Himmel zogen, habe ich mich zu dieser Langzeitbelichtung entschieden.

06 | 18 - Wolkenfinger

Das war heute wieder ein Wetterchen … sehr warm und dazu eine relativ feuchte Luft. Das Stadtgebiet Hamburg hat dann gegen späteren Nachmittag seine eigenen (Gewitterwolken) erzeugt. So sah es zumindest aus. Und ein Blick auf das Regenradar hat das auch bestätigt. Also bin ich mit dem Rad in die Schwingewiesen gefahren um die Wolkentürme im Osten festzuhalten. Inmitten der Wiesen an der Schwinge. Das war schon ein Schauspiel. Obwohl - so richtig angenehm war es auch wieder nicht - wie gesagt, es war warm und der Schatten weit.

06 | 14 - Holzformen

Heute Nachmittag waren wir nochmal in der Stadt und sind ein wenig durch die Straßen - nur einfach so, ohne etwas einkaufen zu wollen. Die Sonne war schon relativ tief, so dass es ein schönes Licht gab das Strukturen schön gezeichnet hat. So richtig toll fand ich dann diesen Ausschnitt eines Fachwerks. Sehr alte krumme Balken sind irgendwann mit neuen Steinen umgeben worden - was für ein Kontrakst. Ich bin sehr nahe rangegangen um diese Strukturen herauszuarbeiten.

06 | 13 - Wildpark Beweisfoto

Den heutigen Tag habe ich im Wildpark Eekhold im Norden von Hamburg, zwischen Bad Bramstedt und Bad Segeberg verbracht. Es war ein schöner Tag, wir hatten eine gute Zeit dort und ich habe mal wieder den Auslöser meiner Kamera, den Verschluss und die Speicherkarte „freigeblasen“. Es sind - wie immer bei Tierfotos - viel zu viele geworden. Mit einem kleinen Problem: 35 mm sind für die meisten Tiere nicht die richtige Brennweite, also sind die meisten Aufnahmen mit 200 oder 300 mm entstanden. Aber ich habe zumindest dieses Foto der Osterau Wiesen mitgebracht (und einige wenige mehr). Auf jeden Fall zeigt das einen der etlichen Pluspunkte dieses Wildparks wie ich finde - die tolle Integration in die Landschaft. Auf dieser Wiese links und rechts des kleinen Flüsschens Osterau ist das Blesswild zu Hause (und wenn man genau hinschaut, ist auch auf dieser Aufnahme eines dabei.

06 | 12 - Ölspur

In der Tat fotografiere ich Schilder im Alltag sehr gerne. Aber sie werden für mich nur zum Motiv, wenn sie in irgendeiner Form mit der Umgebung „agieren“. Also kein Schild nur des Schildes wegen … An dieser Stelle bin ich in den letzten Tage öfter vorbei gekommen. Und irgendwann hat dann die Verbindung gepasst. Nun wäre ein Maisfeld an dieser Stelle noch passender gewesen, aber der Bauer hat sich nun mal für einen Fruchtwechsel entschieden (und das ist ja auch richtig so!). Trotzdem diese Verbindung zwischen dem Öl und dem nachwachsenden Energieträger finde ich gut - eine Spur von Öl halt. Und dazu heute Nachmittag noch die Sonne mit einem tollen Himmel - dann bin ich nach der Fahrt zum Einkaufen schnell nochmal mit dem Rad hingefahren … noch ein Energieträger …

06 | 10 - Fremdkörper

So langsam kommen Sommergefühle auf. Nein nicht nur weil es so langsam am Nachmittag schwer wird im Arbeitszimmer, der Boden immer trockener … Nein - positiv - was gibt es schöneres als sich nach Feierabend auf’s Rad zu setzen, ohne Jacke - T-Shirt reicht und eine Runde durch die Gegend dreht, immer auf der Suche nach der fotografisch darstellbaren Sommerstimmung. Und dann war genau die da. Ein weites Gerstenfeld mit glänzenden Grannen in der Nachmittagssonne. Dann fehlte mir zum Glück noch mittendrin Kornblumen. Ja - die habe ich auch gefunden … aber was viel interessante war, war der „Fremdgänger“ mit zwischen den Gerstenreihen. Eine einzelne Pflanz stand da im leuchtenden Feld. Klasse. DAS war dann mein Motiv. Und die Kornblume landete im Beifang.

06 | 06 - Schwinge Nebelwiesen

Fast die gleiche Stelle - andere Stimmung. Heute bin ich nach dem Brötchen besorgen wieder durch das Schwingetal gefahren. Allerdings war es heute Morgen dunstig. Kein richtiger Nebel, aber auf die Entfernung dann doch sichtbarer Dunst. Diese Aussicht gab es dann auf der Fred-Watzlawick Brücke Richtung Süden. Diese Staffelungen der Büsche und Bäume die sich im Grau des Dunstes/Nebels verlieren … Die Brennweite hat keine Komprimierung der Entfernung ermöglicht, deshalb diese Komposition mit viel Himmel und wenig Landschaft. Das passte aber gut zu der Stimmung in dem Moment. Andere Ansichten von diesem Moment im Beifang, auch von der Stimmung im Barger Wald.

06 | 01 - Der Zaun

Diese Zaun ist mir ein Rätsel. Er umschliesst ein kleines Wäldchen und eine Pferdekoppel die man ganz guten zwischen den Büschen und Bäumen hindurch sehen kann. Und ich wundere mich über zwei Dinge - jedes Mal wenn ich dort vorbei kommen. Und das geschieht relativ häufig, immerhin liegt dieser Ort direkt bei unserer Siedlung und oft genug komme ich dort bei meinen täglichen Motivsuchen vorbei. Der Besitzer des Wäldchens und der Pferdekoppel hat offensichtlich ein sehr großes Interesse, dass niemand seinen Grund betritt - und mindestens genauso groß scheint das Interesse von anderen Leuten zu sein, dorthin zu gelangen. Es gibt IMMER Lücken im Zaun, und sobald eine geschlossen wurde ist in kürzester Zeit wieder eine neue Lücke entstanden. Und heute habe ich mich an dieser Stelle gewundert, dass der Zaun nicht wie sonst runter getrampelt worden ist, sondern ganz gezielt aufgeschnitten wurden. Sehr mysteriös … aber das war heute auf jeden Fall ein Grund meine Tagesfoto dort aufzunehmen.

05 | 31 - Sonne oben und unten

Auf dem Weg ins Werk bin ich an diesem Rapsfeld vorbei gekommen. Und den Raps habe ich sowieso noch auf der ToDo Liste - fotografisch. Es wird hoffentlich nicht das letzte Mal sein, dass ich dieses Jahr ein lohnenswertes Motiv „im Raps“ finden kann. Hier und heute Morgen war es die schon etwas höher stehende Sonne die es mir angetan hat. Das Leucht kam von oben und unten, durch den Sucher war kaum ein Unterschied zu sehen. Und selbst jetzt in Schwarzweiß kann man das Gelb leuchten sehen - bilde ich mir ein!

05 | 30 - Inselwald

Huch, wo ist denn da eine Insel? Nein, so ist das nicht gedacht, aber seit einiger Zeit fallen mir immer mehr kleine „Wäldchen“ oder vielleicht besser Baumansammlungen auf die dann irgendwie verloren in den umgebenden Feldern stehen. So auch dieser hier. Ich komme hier öfter vorbei und jedes Mal bin ich versucht anzuhalten um ein Foto zu machen. Ein wenig Bodennebel über den Feldern wäre zwar das Ideal, aber die feuchte Luft die man hier sieht ist schon gut genug. Also - hier die kleine Insel der Bäume in den „Weiten“ der Schwingewiesen, kurz vor Stade - unweit der B73.

05 | 21 - Kein Bett

Das Korn steht schon ganz schön auf den Feldern, aber es wird noch einiges an Sonnenstunden nötig sein damit das hier reif wird. Heute hatten wir einige davon, aber es gab auch einiges Wasser von oben - soll ja nichts vertrocken. Also es ging so. Trotzdem, wenn man an so einem etwas höher gelegenen Feldrand vorbeifährt, kann man sich kaum der Faszination des grünen Wirrwarrs verschliessen - ich kann das zumindest nicht. Also passt es ganz gut, dass ich noch ein Tagesfoto brauchte. Also heute hier ein Kornfeld - ganz ohne Bett und noch einiges zu wachsen und zu reifen.

05 | 20 - Kulturspiegelung

Gut, ich hatte heute Nachmittag etwas in der Stadt zu erledigen, aber ich hatte auch die Kamera dabei. Und wenn wir momentan einen „nicht unfreundlichen Mix aus Sonne und Regen“ haben, wollte ich das auch nutzen um in einer „Sonne“ Phase den „Regen“ zu fotografieren. Am liebsten in Form von Pfützen. Und was soll ich sagen, gleich nach ein paar Schritten habe ich diese Pfütze im Rasen vor unserem „Kulturpalast“ gesehen - dem Stadeum. Das gute an dem Gebäude ist, man muss nicht viel davon sehen und erkennt es sofort - hoffe ich. Na ja, auf jeden Fall war das Thema gleich zu Beginn durch.

05 | 18 - Stiefelparade

Am örtlichen Kinderhort steht auch einer dieser angesagten Sichtschutzzäune, als Drahtgeflecht + Plastikstreifen. Wobei hier die Streifen noch nett gemustert sind - ein gewisser Gewinn. Ausserdem kann ich den beabsichtigten Schutz vor Einblick nachvollziehen - allerdings, wo leben wir eigentlich, dass man spielende Kinder verstecken möchte? Aber in diesem Fall haben die Erzieherinnen und Erzieher sich etwas nettes ausgesucht. An der ganzen Zaunfront hängen dies ausrangierten Gummistiefel - zweckentfremdet als Pflanzgefäße. Und DAS sieht auf jeden Fall gut aus! Trotzdem habe ich etwas düster bearbeitet, dabei kommen die Stiefmütterchen so schön zum Leuchten.

05 | 16 - Einzelkämpfer vol.2

Ich habe beschlossen diesen Baum von Zeit zu Zeit immer wieder zu besuchen und ihn so fotografisch zu begleiten. Die letzte Aufnahme ist 2 Monate alt. Damals stand er noch komplett ohne Blätter vor einer Struktur von Stämmen und Ästen der umgebenden Bäume. Heute sieht das schon anders aus, der Acker vor dem Wäldchen ist eingesäht und an den Bäumen entwickelt sich das Laubwerk. Trotzdem ist der weiße Stamm des Einzelkämpfers gut zu erkennen und begrüßt so die Reisenden auf der Bundesstraße Richtung Stade. Ich finde es ist eine deutlich freundliche Situation - ganz anders als die kalt und grafisch anmutende Situation Anfang März. Das können auch die grauen Wolken im Hintergrund nicht ändern, vor allem weil auf der anderen Seite der Himmel noch hell(grau) ist und so ein wenig Beleuchtung für den Protagonisten spendiert.

05 | 12 - Wäldchen auf Distanz

Ich mag ja diese Wäldchen die hier überall in der Gegend zu finden sind. Nein, ich meine jetzt nicht die großen Forste mit ihren dunklen Abschnitten, großen Buchenbeständen usw., sondern die kleine abgeschlossenen Einheiten. Aber leider sind diese Wäldchen extrem schüchtern. Oft liegen sie an Orten die nicht gut zu erreichen, weit weg von den Straßen und Wegen. Es ist fast so, als wolle man Wildtiere fotografieren. Man braucht sich zwar nicht tarnen oder gegen den Wind anschleichen, auch stundenlanges Ansitzen ändert nichts an den Chancen - aber auch hier gilt: Länge läuft (aber das ist schon wieder ein anderes Thema). Auf jeden Fall sind 35 mm denkbar schlecht geeignet. So auch heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit hatten wir wieder dieses leicht undefiniert Licht. Der graue Himmel hat die Ackerfurchen (mit viel Feuchtigkeit aus der letzten Nacht) leuchten lassen. Dunkel und fruchtbar ist der Boden sowieso, also ein toller Kontrast. Aber ich hatte keine Lust mit ungeeigneten Schuhen durch dieses Feld zu stapfen - dunkler feuchter Boden - also mussten die 35 mm reichen. Aber ich fahre nochmal hin, wenn ich schon mein Tagesfoto habe, und dann wird das Wäldchen mit viel Brennweite „abgeschossen“! -`tschuldigung.`

05 | 10 - Feldkante

Ein kleiner Rundgang ums Feld am späten Nachmittag. Der Himmel war sehr sehenswert und mich haben die unterschiedlichen Texturen der Felder haben mich interessiert - einmal das frische kurze Grün und dann noch die Ackerfurchen des frisch gepflügten Ackers.

05 | 09 - Schachblume Lila Porträt

In der Zeitung wurde darüber berichtet, auch von Fotokollegen habe ich schon aktuelle Aufnahmen gesehen, die Schachblumen blühen momentan. Natürlich meine ich die wilden frei wachsenden. Nicht die aus den Tüten selbst gezogenen. Also sind wir heute bei schwül-warmen Wetter raus um uns die Pflanzen zu erlaufen. Vor Jahren war ich schon dort, die Örtlichkeit ist entweder zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen, wir sind gelaufen. Genau konnte ich mich an das Feld nicht mehr erinnern, aber wir haben sie gefunden. Es sieht toll aus, diese vielen Blüten zu sehen. Zumeist in der lila-farbenen Version bei der man das Schachbrett ähnliche Fleckenmuster erkennen kann. Aber auch weiße Varianten waren dabei. Ich konnte einige porträtieren und habe mich für diese Version hier entschieden - eben weil das Muster so schön offensichtlich ist. Die weiße Version findet sich im Beifang - und gefällt mir mindestens genauso gut.

05 | 06 - Schönwetter Siedlung

Nennt man so etwas „Zwischenhoch“ - keine Ahnung was wir heute meteorologisch hatten - aber gefühlt war das unbedingt eines. Das hier ist der Blick Richtung NordWesten … also toller blauer Himmel mit durchziehenden weißen Wolken. Da musste ich unbedingt eine Langzeitbelichtung von machen die nicht nur grau in grau ergibt. Und es ist auch gut, dass dies keine 360° Aufnahme ist, denn aus der anderen Richtung kam es wieder dick dunkelgrau. Deshalb ist „zwischen“ absolut korrekt. Ausserdem hat mich mal wieder der braune, frisch gemachte Acker gefallen - unter dem Himmel. Und am Rand eine nette Siedlung. Wunderbar.


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