04 | 17 - Leerungszeiten

Tja, es ist wichtig zu wissen wann die Leerungszeiten sind, deshalb stehen ja auch auf jedem Briefkasten drauf. Diese Version steht wunderbar präsentiert auf dem Fischmarkt … am Samstag Morgen ja mein übliches Motiv Jagdgebiet. Ich habe ihn schon länger im Visier, aber es gibt dort ein Problem. Der Fischmarkt mit dem Weinhaus in der Mitte ist ein wunderbarer Platz in Stade, oft auch als Wohnzimmer bezeichnet. Ja, im Moment nicht halb so schön wie er sein könnte, denn die ganzen Tische und Stühle vor der Gastronomie stehen mehr oder weniger schön gestapelt vor den Läden, leider schon seit Wochen ungenutzt. So, aber trotzdem stellen hier gerne die Autobesitzer ihre Fahrzeuge ab. Ist ja so schön praktisch nur einige wenige Schritte laufen zu müssen zum Einkauf. Bei 5 Kästen Wein kann ich das noch verstehen, bei 5 Bratwürstchen weniger. Aber egal, heute Morgen war Platz vor dem gelben Kasten und ich konnte befreit zuschlagen. Ein gelber Kasten im Quadrat im Quadrat. Und das noch in Schwarzweiß.

04 | 16 - Morgenblicken

Ein schöner Platz um auf dem Deich dem Morgen über der Elbe entgegenzublicken. Und heute Morgen hatte ich den ganz für mich alleine! Dadurch war es auch überhaupt kein Problem den momentan nötigen Abstand zu halten. Wobei - ganz unabhängig von irgendwelchen Viren, so einen Anblick habe ich sowieso lieber alleine. Es war schön heute Morgen … aber leider zu warm. Leider - zu warm - ja bin ich denn bescheuert? Vielleicht, aber ich bin mit der Hoffnung Richtung Elbe zu fahren, die Obstplantagen im Eispanzer zu sehen und zu fotografieren. Den Eispanzer auf den Knospen der Bäume mit denen die Bauern durch Beregnung erzeugen um sie vor Frosttemperaturen zu schützen. Nur - heute Morgen hatten wir keinen Frost sondern es war „warm“ genug - mit 3°. Aber ich bin trotzdem zufrieden, schöne Stimmung, Motiv geht auch in Ordnung, was will man mehr am frühen Morgen noch vor der Arbeit.

04 | 15 - Morgenstimmung mit Industrie

Heute Morgen bin ich mal wieder früh ins Werk gefahren, und natürlich hatte ich die Kamera dabei, logisch. Und ich wurde sehr reich belohnt. Das ging schon unterhalb des Hohenwedel los, leider war es in dem Moment schwer den Wagen abzustellen. War nicht schlimm, denn im Bereich Hohenschöllisch ist es viel leichter den Wagen abzustellen um Aufnahmen zu machen. Und der Blick über die Felder Richtung Stade/Schwinge und vor allem in Richtung Industrie an der Elbe war sensationell! Ein toller blauer Morgenhimmel - die Sonne war schon ein wenig über dem Horizont und nicht mehr rot, dazu der Dunst/Morgennebel über den Feldern und dahinter die gerade noch zu erkennende Industrie an Elbe. Und auch die Wolken haben die große Schönwettershow gegeben. Da konnte man vergessen, dass es richtig kalt war. Der Weg zur Arbeit kann so richtig schön sein - in dem Moment war der Weg das Ziel, der Rest kam später.

04 | 14 - Finde den Fehler

Jedes Mal wenn ich ohne Kamera durch die Siedlung gehe, „stolpere“ ich über dies Steine … um sie dann wieder zu vergessen. Heute dann nicht. Bin extra für die Steine und ein wenig mehr um die nahen Ecken gezogen (für mehr war ich zu feige - Dunkles nahte). Das ist ein Resultat der Glasfaser Arbeiten - nein nein, GLASfaser - nicht GASfaser! Stimmt schon. Aber die Arbeiter mussten die Gehwegplatten dafür hochnehmen und damit auch diese Umrandung. Mich haben immer schon die nummerierten Steine interessiert. Eigentlich ziemlich clever - nur finde ich, dass sie sie falsch eingelegt haben - das Gas strömt auf dem Kopf. Und dann habe ich gerade beim Bearbeiten noch einen weiteren Fehler gefunden - und - wer sieht ihn noch?

04 | 13 - Klare Ansage

Auf jedem Weg in die Stadt sehe ich das neue Gebäude der Sparkasse in unserer Ecke der Stadt. Ein nettes Gebäude und gut zu erreichen. Und eine tolle Symbiose, hier Geld tanken und gegenüber dann noch das Auto betanken. Und jedes Mal wenn ich daran vorbeifahre sehe ich die klare Formensprache mit dem dominanten Rot der Sparkasse im Kontrast mit den dunklen Türen und Verkleidungen. Und mittendrin die Hausnummer. Heute war zu der Zeit die Beleuchtung des „Available Light“ sehr intensiv - so konnte ich nicht vorbeifahren und die Szene als Tagesmotiv festhalten.

04 | 12 - Himmelsformen und Strukture

Kein Ahnung woher meine Affinität zu Well(blech)oberflächen kommt, aber immer wenn ich sie sehe, spätestens durch den Sucher meiner Kamera, kann ich nicht davon lassen. Dieses Haus in unserer Nachbarschaft kenne ich solange es da schon steht. Und schon immer bin ich von den Formen des Gebäudes fasziniert, vor allem aber von den Oberflächen. Auch von den verwendeten Farben - aber die spielen hier ja keine Rolle. Erstaunlicherweise war der Himmel heute Nachmittag auf meinem kleinen Spaziergang in Richtung Osten nahezu wolkenlos (na gut, nicht lange, aber in diesem Moment halt), uns so kam noch ein toller Kontrast dazu. Oberflächen vor gleichmässigem Hintergrund toll. Also nichts was dagegen gesprochen hat, das zum Tagesfoto zu machen, auch wenn ich mit einem anderen Motiv im Hinterkopf losgegangen bin … das ist das schöne an diesem Projekt.

04 | 11 - Drei auf Krautsand

Was tun an einem grauen, trüben, verregneten Tag - vor allem nach einem interessanten Fototag zuvor. Natürlich hoch vom Sofa und raus. Wenn der Wind um die Nase weht kommen auch die Ideen und Motive. Und genauso war es. Der Himmel war sehr unspektakulär über Tag und mein Plan war mal Motive auf Krautsand suchen. Bei den Bäumen am nördlichen Ende des Strandes dort. Und es passte alles. Gleich zu Anfang hat die Idee im Kopf Gestalt angenommen, in Form dieser drei Bäume hier. Und ein wenig Bewegung war auch in den Wolken - man muß nur lange genug warten. Und diese pastenförmige Elbe - mir gefällt es sehr. Und mir sind noch viel mehr Motive vor die Füße gefallen, hier am Elbstrand und schon auf dem Weg. Ein paar davon sind im Beifang, der für heute recht umfangreich geworden ist. Schöner Tag! Und geregnet hat es in dieser Zeit auch nicht. Nur kalt war es doch.

04 | 10 - Waldviadukt

Nein - heute gibt es kein Foto vom Markttag am Fischmarkt aus der Warteschlange. Ich wüßte auch nicht, das so etwas dort zu finden ist. Heute bin ich einmal Netzspuren gefolgt. Immer wieder kommt elektronische Post ins Fach mit Informationen die die Welt nicht braucht. Manchmal aber sind Tipps dabei die dann doch interessant sind. So auch in diesen Tagen. Von einem Ort an dem ich schon öfter vorbei gekommen bin, den ich aber so nicht kannte. Es gab mal eine Bahnlinie von Buchholz nach Bremervörde - längst nicht mehr vorhanden und schon vergessen. Nun ja, ein paar Reste gibt es noch, und die sind umso sehenswerter. Heute war ich also an einem dieser Orte und habe Aufnahmen gemacht. Diese hier gefällt mir erst einmal am besten. Der Kontrast zwischen Bauwerk und Natur die schon mächtig zurückgekommen ist - sehr beeindruckend.

04 | 09 - Spargelreihen

Wir sind am Anfang der Spargelsaison. Das sieht man natürlich sehr banal in den Gemüseabteilung der Supermärkte und vor allem den Ständen der Spargelbauern an allen möglichen Orten. Vor allem sieht man das an den langen weißen Reihen der Spargelfelder, die ja zur Zeit mit den weißen Kunststofffolien auf den Feldern allerorts zu erkennen sind. Und das ist natürlich sehr faszinierend anzusehen. So auch heute Morgen bei der Fahrt über die Geest. Es ist bestimmt nicht das letzte Foto dieser Reihen. Hier hat mich der Morgenhimmel mit dem feuchten Boden im Kontrast zu den weißen Baumen interessiert. Dazu noch die einzelnen Bäume.

04 | 08 - Eisenpfad

Eisenpfad in doppelter Hinsicht. Natürlich ist das der Pfad Richtung Cuxhaven und aus Eisen ist er auch. Zwar rostig - aber an der Oberfläche poliert. Und dazwischen der Pfad von der Geest in die Marsch - auch eine eiserne Verbindung. Und wie als Orientierung, damit man nicht vom Pfad abkommt, eine dicke weiße Linie. Alles andere wäre auch sehr leichtsinnig. Das Ganze gesehen am Bahnübergang zwischen den Kaisereichen und dem Weg ins Alte Land. Es ist immer wieder erstaunlich welche Details man entdecken kann wenn man erst einmal anfängt die Welt durch den Sucher zu betrachten. Und dann wird das auch wenig durch einen kleinen Sonnenstrahl belohnt, der selbst altes Eisen zum Leuchten bringt.

04 | 07 - Netzkante

Heute war mal wieder ein Notprogramm fällig um ehrlich zu sein. Notprogramm in diesem Projekt heisst - keine Zeit um lange nach Motiven zu suchen, also muss etwas aus der „Plan B“ Liste ran. Verlassene Spielplätze bzw. die Spielgeräte darauf sind für aufmerksame Fotografen ein wahres Motivparadies. Ein besonderer Blickwinkel den man vielleicht normalerweise nicht so sieht - und schon entstehen ganz andere Welten. So auch heute, zwischen zwei Regenschauern habe ich eine kleine Runde gedreht. Das ist der Vorteil wenn man in einem (ehemaligen) Neubaugebiet wohnt - da sind die Spielplätze nie weit. Und das nasskalte Wetter führt auch dazu, dass man keine spielende Kinder stören muss, sondern ganz alleine „spielen“ darf. Und jetzt darf geraten werden was hier zu sehen ist …

04 | 06 - April an einem Tag

Ja, das war’s heute. Das komplette Wetterprogramm das der April so im Programm hat - an einem einzigen Tag. Mit Sonnenschein, Regen, Graupel, Schnee, Schneesturm … Am Nachmittag kam wieder eine Front an aus Richtung Norden. Dann musste es schnell gehen und dem Feld über dem Schwingetal ging es los. Am Horizont war noch blauer Himmel zu sehen und direkt vor’m Objektiv dickes Schneegestöber. Aber da mussten Fotograf und Kamera durch. Das einzig gute bei dieser Wetterlage ist, dass es genauso schnell wieder vorbei ist wie es gekommen ist. Aber die Zeit hat für ein paar Aufnahmen gereicht …

04 | 05 - Eingepackt

Es scheint momentan in Mode zu sein, Häuser einzupacken. Auf jeden Fall sind mir in Stade einige in letzter Zeit aufgefallen - so auch dieses. Und hier waren die Arbeiter auch noch so nett, das Gerüst mit der Plane sehr stimmig zum Rhythmus der Fenster zu setzen.

04 | 04 - Am Schwingeufer

Es war nicht das richtige Wetter für einen hübschen Osterspaziergang. Dazu wollten wir uns von den „Hochrisikogebieten“ im Landkreis Stade fernhalten - also nix mit Hohem Moor, Elbdeich, Altes Land … - so sind wir in der Nähe geblieben und sind mal wieder ein wenig durch das Schwingetal gegangen. Genauer gesagt durch das Grenzgebiet der Ortschaften Schwinge und Wiepenkathen. Früher war das ja mal stark umkämpftes Gelände, aber seitdem der Brückenschlag über den Grenzgraben erfolgt ist (der heisst wirklich so), ist ein Seitenwechsel ziemlich einfach. Und die Wiesen dort sind einfach schön und sehr weitläufig. Wir waren an einem Ort an dem man sehr gut direkt ans Ufer kommt. Diese Aufnahme zeigt hoffentlich die stimmungsvolle Gegend dort. Bei „richtig“ österlichem Wetter - mit Picknickdecke und einem Korb voll Leckereien direkt am Ufer … na ja, vielleicht nächstes Jahr.

04 | 03 - Keine Durchfahrt

Sonne kann so schön sein. Na klar, warum auch nicht - evlt. mit dem nötigen UV Schutzfaktor auf der Haut. Aber in diesem Fall meine ich mehr das was das Sonnenlicht macht … nämlich Schatten. Da werden einfache Schilder zu Kunstwerken an der Wand. Und je flacher der Winkel desto spannender kann das Ergebnis werden. So wie in diesem Fall. Die Wand sehe ich ja nun fast jeden Samstag beim Einkaufen. Wenn man die schönen Häuser am Fischmarkt sieht sollte man denjenigen der hier diesen öden Putz angebracht hat, mit Strafarbeit belegen. Da nützen auch die „scheinbaren“ Fugen nichts. Dazu kommt noch dieses scheusslich - langweilige Grau (selbst wenn NICHT in Schwarzweiß umgewandelt ist es Grau). Aber heute war es eine Leinwand für dieses nette Schattenspiel. Klasse. Danke Sonne.

04 | 01 - Goldener Wald

DAS war ein Wetter heute Nachmittag und ein mystisches Licht. Wir waren auf einer Nachmittagsrunde durch den Ort und ich habe mal wieder die Spielplätze abgeklappert, da finden sich immer gute Motive. Aber die Spielplätze und Motive dort müssen warten. Denn dann kam dieser magische Moment. Wir waren gerade auf dem Feldweg mit Blick auf den Wald vor den Schwingewiesen. Im Westen leuchtete die Frühjahrssonne noch kräftig aber schon zwischen den Wolken hindurch. Das sorgte für goldene Spotlights auf der Landschaft. Und im Osten zog eine dunkle Wolkenfront heran. Und da war da diese Kombination aus goldleuchtendem Wald vor der dunklen Front. Einfach toll - und ich hatte ein paar kurze Momente das festzuhalten - denn die Lichtsituation änderte sich sehr schnell. Von den Aufnahmen gefällt mir diese am besten. Ich meine, man erkennt selbst hier in Schwarzweiß das goldene Leuchten des Waldes.

03 | 31 - Gegen die Form

Es war heute auf dem Weg zum Einkaufen (jetzt wieder zu Hause). Da komme ich immer an der toll verkleideten Fassade des Möbelhauses vorbei (ich finde diese Wellenstrukturen einfach magisch - und hier sind sie noch in schwarz). Das Fenster gibt es schon länger, aber heute sind mir im Vorbeifahren zum ersten Mal die Pflanzen dahinter aufgefallen. Also auf dem Rückweg anhalten und mich am Motiv versuchen war eine Pflichtaufgabe! Ja, mittlerweile höre ich auf die innere Motivklingel - ein positiver Nebeneffekt dieses Projektes. Nun - ich finde die Pflanzen könnten größer sein, und evtl. wäre ein Polfilter auch förderlich gewesen. Aber egal, der gute Wille der Gestaltung ist erkennbar, der Biker in der Spiegelung ist ganz nett und die Wellenstruktur setzt sich auf der gespiegelten Straße fort. Ich bin für heute zufrieden.

03 | 30 - Bauer sucht Frau

Hihi, da konnte ich nicht anders als ich diese Liebesbekundung an einem Feldunterstand gesucht habe. Obwohl - so sicher bin ich mir hier mit der fertigen Aufnahme gar nicht mehr, dass es hier um DIE EINE GROSSE LIEBE geht - das „Hauptsache High“ irritiert mich dann doch. Obwohl - gibt es ein höheres Gefühl als verliebt zu sein ?? Wie auch immer, ich mag das Motiv - ich mag die Wand - und ich mag den Titel. Also bleibt er! Und wie hat es Kai so schön gesagt bzw. moderiert: „Nur die Liebe zählt!“

03 | 29 - Spalier gestanden

Auf einer kleinen Fotowanderung in die Umgebung des Ortes wurde mir bewusst, wieviel Holz hier momentan geschlagen wird. Ganze Hänge sind abgeholzt, überall braune Strünke. Und die verbleibenden Nadelholzwälder machen keinen sehr gesunden Eindruck. Über die Laubwälder und Bäume kann ich mangels Laub nichts sagen. Das Resultat sind viele große Holzlager die auf die Abfuhr warten. Kein sehr erfreulicher Anblick, weder für den Fotograf noch für den Wanderer. Und dann plötzlich diese Anpflanzung von nicht allzu alten Bäumen. Erinnert natürlich an die Obstplantagen aus dem Alten Land - sind aber keine. Ich habe überhaupt keine Ahnung wofür die sind. Ich dachte eigentlich für einen gesunden Wald braucht es mehr Abstand für die Stämme und auch das „Reih und Glied“ sei nicht produktiv. Als Plantage für Holz stehen mir die auch zu enge … wer soll das irgendwann mal ernten. Ausserdem sind die Stämme nicht gepflegt und verzweigen bereits unten sehr deutlich. Aber auf jeden Fall ein Motiv für das Tagesfoto. Rätsel hin oder her.

03 | 28 - Vorgarten mit Blumen

Die Orte im Sauerland sind alle sehr gepflegt und sauber. Und ein schöner, bunter Vorgarten gehört natürlich auch dazu. Nun ja, das hier ist dann aber eher eine Sparversion. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Es geht nichts über eine geputzte Wand mit ortstypischem Schiefer darüber. Die Tür hat einen historischen Charme. Und im Vorgarten stehen sogar Blumen, wunderschön und unübersehbar. … Okay, vielleicht sollte ich doch erwähnen, dass dies keineswegs die Haustür ist … also alles gut. Über die Blümchen habe ich mich sehr gefreut, damit wurde aus der Tür ein Motiv.


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